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Vierte gemeinsame Pfarrreise führte nach Südtirol

41 begeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 4. gemeinsamen Pfarrreise der Pfarren Feldkirchen und Goldwörth kehrten am 12. Oktober 2019 nach Hause zurück. Eine von Pfarrassistent Mag. Thomas Hofstadler gemeinsam mit dem Reisebüro Moser wiederum perfekt vorbereitete Reise nach Südtirol wird den Reiseteilnehmern noch lange in bester Erinnerung bleiben. Da auch bei dieser Reise von beiden Pfarren wieder einige neue Teilnehmer dabei waren, bot diese Pfarrreise eine gute Möglichkeit, dass sich Pfarrmitglieder von Goldwörth und Feldkirchen wieder näher kennenlernten. Neben einem umfangreichen Besichtigungsprogramm kam auch die spirituelle Seite nicht zu kurz kam. Thomas Hofstadler hatte für jeden Tag eine Morgenbetrachtung vorbereitet und den Tag damit besinnlich beginnen lassen.


Am 8. Oktober dem sogenannten Anreisetag stand die Besichtigung des Augustiner Chorherrenstiftes Neustift am Programm. Dieses Stift ist aber nicht mit dem Stift St. Florian zu vergleichen, da es wesentlich kleiner und in der Bauweise einfacher ist. Trotzdem entstand der Eindruck, dass sich die Besuchergruppen fast die Türklinke in die Hand gaben. Bei einer Führung durch die spätbarocke Stiftskirche, die Pinakothek mit der wertvollen Sammlung an Tafelbildern und Altären aus dem 15. und dem frühen 16. Jahrhundert, dem Museum und der Bibliothek erfuhren die Besucher viel über die Geschichte und die gegenwärtige Situation des Stiftes.
Da ein bei der Anreise eingeplanter Stau auf der Autobahn nicht eintrat, wurde die dadurch gewonnen Zeit für einen „Abstecher“ nach Sterzing und einen Rundgang durch die Altstadt von Bozen sinnvoll genützt.

 

Am 2. Tag kamen all jene voll auf ihre Rechnung, die gerne zu Fuß Neues kennen lernen wollen. Bei einer zweieinhalbstündigen Wanderung auf dem Aalgunder Waalweg und den Tappeiner Promenadenweg, die teils durch Obstplantagen und Weingärten führte, boten sich immer wieder traumhafte Ausblicke auf das Meraner Land. Herr „Stefan“, der sich heute bei der Gruppe als örtlicher Reiseleiter einklinkte, ließ bei der anschließenden Besichtigung der Nikolaikirche und bei einem Stadtrundgang mit vielen interessanten Details aufhorchen.

Bei der Rückfahrt wurde die Pfarrkirche von Niederlana angesteuert. In dieser Kirche steht der berühmte Flügelaltar von Hans Schnatterpeck. Der Altar wurde aus Kastanienholz gefertigt und hat eine Höhe von 14 Meter und eine Breite von 7 Metern. Die 64 Figuren wurden aus Linden- und Zirbenholz geschnitzt.
Der Tagesausflug am 3. Tag führte direkt in den Süden nach Verona. Bei einem informativen Stadtrundgang mit einem eigenen örtlichen Reiseführer wurden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel das Römische Amphitheater, das alte und neue Rathaus, die Schule, die Albert Einstein besucht hatte, der Gavi-Bogen oder der Palazzo della Regione gesehen. Großes Gedränge herrschte beim „Haus der Julia“. Die meisten ließen sich davon aber nicht abhalten und drängten sich in den Innenhof des Gebäudes, um die lebensgroße Statue der Julia zu sehen.
Mit einem Rundgang durch die mittelalterlichen Stadt Lazise und einem Spaziergang am Gestade des Gardasees klang ein erlebnisreicher Tag aus.

Mit Spannung wurde der 4. Tag erwartet, da die Dolomitenrundfahrt am Programm stand und jedem klar war, dass gerade an diesem Tag schönes Wetter Voraussetzung für einen gelungenen Ausflug ist. Der Spruch „Wenn Englein reisen…“ muss offensichtlich auf die Teilnehmer der Pfarrreise voll zutreffen, anders ist das „Bilderbuchwetter“ an diesem Tag nicht zu erklären. Die Besichtigung des Museums in St. Ulrich und der Besuch der Kirche und des Geburtshauses des hl. Freinademetz in Oies, in der Gemeinde Alta Badia waren an diesem Tag sicherlich zwei interessannte Programmpunkte, wurden aber von den grandiosen Ausblicken während der Fahrt durch die sagenhafte Welt der Dolomiten in den Schatten gestellt. Marmolata, Tofane, Langkofel, Schlern, Rosengarten, lauter klingende Namen von Gebirgsstöcken der Dolomiten ließen sich an diesem Tag sehen und zeigten sich von ihrer prächtigsten Seite. Bei Stopps am Sellajoch und am Pordoijoch kamen die Fotografen voll auf ihre Rechnung, weil sie nicht nur vom fahrenden Bus aus die Gebirgswelt der Dolomiten „einfangen“ mussten. Am Pordoijoch nutzten drei Teilnehmerinnen aus Goldwörth die Gunst der Stunde, um mit einer Seilbahn in nur 4 Minuten auf den Sass Pordoi zu gelangen. Von diesem plateauförmigen Felsgipfel aus, der 2950 Meter hoch ist konnten die Goldwörtherinnen einen tollen Rundblick bis zu den Ötztaler- und Zillertaler Alpen genießen.
Nachdenklichkeit kam aber auf, als der Reiseleiter darauf hinwies, dass insbesondere während des Ersten Weltkrieges in dieser herrlichen Gebirgslandschaft ein blutiger Stellungskrieg geführt wurde und dass durch Erfrierungen, Hunger und Lawinenabgängen mehr Soldaten ums Leben gekommen sind als durch Kampfhandlungen.

Am 5. Tag, dem Heimreisetag stand noch die Besichtigung der Bischofsstadt Brixen am Programm. Reiseleiter Stefan machte mit dieser Reisegruppe ein letztes Mal einen Rundgang und zeigte ihnen die schönsten Plätze und die bekanntesten Paläste und Kirchen der Stadt. Thomas Hofstadler dankte am Schluss dem Reiseleiter für seine Ausführungen und sein Engagement und überreichte ihm ein kleines Geschenk.

Viel zum Gelingen einer jeden Reise tragen immer auch Reiseleitung und Buschauffeur bei. Mit Stefan Renzler als örtlichen Reiseleiter machte die Reisegruppe aus Feldkirchen und Goldwörth einen wahren Glücksgriff. Stefan ist studierter Ökologe und geprüfter Fremdenführer und ist in seinem Metier ein Tausendsassa. Er verfügt über Detailkenntnisse in allen relevanten Bereichen, ist in der Lage, Zusammenhänge verständlich zu erklären, hat Witz und Humor und zog überdies alle Register der Rhetorik.

Sehr zufrieden waren alle Reiseteilnehmer auch mit Buschauffeur Tobias Wagenbreth von der Fa. Glas. Nicht nur seine freundliche Art und seine angenehme Fahrweise wurden geschätzt, sondern auch seine Erklärungen und Ausführungen während der Fahrt, die weit über die Aufgaben eines Buslenkers hinaus gehen und beeindruckte mit fundiertem Wissen in Geografie und Geschichte.

Hier finden Sie Fotos von der Pfarrreise.

 

Bericht von Reiseteilnehmer Gerhard Rammerstorfer aus Goldwörth